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Ein Wunderschönes Land.

Bosnien Herzegowina

Bosnien Herzegowina Karte

Bosnien Herzegowina Karte

Für das recht kleine Staatsgebiet ist Bosnien Herzegowina ein recht großer Name. Das Gebiet, welches von Kroatien, Montenegro und Serbien umgrenzt wird, besteht gerade mal aus etwa 51.000 km². Die Hauptstadt ist Sarajewo, die aus den zwei Teilbereichen Bosnien-Herzegowina und Serbien besteht. Bis es zu einer vereinten Trennung kam, herrschte viele Jahre Krieg. Gründe hierfür waren vor allem religiöse Ansichten. Die Spuren des Krieges sind noch heute im Zusammenleben der Völker bemerkbar, obwohl die Gebiete befriedet sind. Die meisten Menschen sind muslimisch orientiert, 15 % der Bewohner gehören dem römisch-katholischen Glauben an und 31 % folgen dem serbisch-orthodoxen Glauben. Die Muslime leben zum größten Teil in Bosnien-Herzegowina, während die Christen hauptsächlich in der Serbischen Republik leben.

Das Land ist sehr dünn besiedelt, da gerade mal 88 Menschen auf einem Quadratkilometer leben. Dies tut der Natur jedoch besonders gut. Daher gibt es auch kleine Schätze in Flora und Fauna. Der Perucica Urwald ist der älteste europäische Urwald, wo viele Vögel leben, die es kaum an einem anderen Ort in Europa zu sehen gibt. Der vom Aussterben bedrohte Braunbär stellt das größte Highlight der Fauna dar. Alle Besucher Bosnien-Herzegowinas sind von der Schönheit dieses Landes verzaubert und überwältigt. Die Pannonische Tiefebene reicht im Norden noch einen gewissen Teil nach Bosnien-Herzegowina hinein. Im Süden bei der Stadt Neum kann ein direkter Zugang zur Adria genossen werden.

Währung

Seit dem 22. Juni 1998 ist die Konvertible Mark die Währung von Bosnien und Herzegowina. Bis 2001 stand sie im Verhältnis 1:1 an die Deutsche Mark gekoppelt, seit 2002 an den Euro. Eine konvertible Mark ist in 100 Fening unterteilt.

2 Konvertible Mark

2 Konvertible Mark

5 Konvertible Mark

5 Konvertible Mark

Welche Sprachen werden in Bosnien-Herzegowina gesprochen?

Früher war die gemeinsame Sprache des Staates Serbokroatisch. Nach dem Krieg in den 90er-Jahren zerfiel Jugoslawien in unterschiedliche Nationalstaaten, sodass heute die Sprachen Bosnisch, Serbisch und Kroatisch gesprochen werden. Politisch betrachtet stellt die Sprache ein großes Problem und eine komplizierte Angelegenheit dar, weil die offizielle Regelung ein besonders großes Hindernis im Friedensprozess darstellt.

Geschichte

Bosnien und Herzegowina besteht aus zwei besonders historischen Regionen. Im Jahr 1463 wurde Bosnien von den Türken erobert. Es entstanden viele Moscheen, wodurch der muslimische Bevölkerungsgrad besonders hoch war. 1878 wurden nach dem Sieg der Österreicher über die Türken die Provinzen Herzegowina, Bosnien sowie der Sandschak von Novi Pazar aufgestellt. Bosnien und Herzegowina wurde direkt nach dem ersten Weltkrieg zu einem Teil von Jugoslawien. Vor allem durch Zentralismus zeichnete der Staat sich aus. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Land von Truppen aus Italien und Deutschland besetzt. Der Staat wurde in Einzelrepubliken unterteilt. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand dann schließlich die Republik Jugoslawien. Dieser Staat umfasste sechs Teilrepubliken: Kroatien, Bosnien, Herzegowina, Slowenien, Mazedonien und Montenegro (Serbien mit den autonomen Provinzen Vojvodina und Kosovo). Flächenmäßig war Bosnien und Herzegowina die drittgrößte Teilrepublik. Bosnien-Herzegowina lag jedoch ökonomisch gesehen hinter Kroatien, Serbien und Slowenien, da insbesondere auf die Landwirtschaft und den Industriellen Sektor geschaut wurde. Slowenien und Kroatien zählten zu den Teilgebieten, die am meisten von Touristen besucht wurden.

Unabhängigkeitserklärung

Zu Beginn der 90er-Jahre und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs endete die Zeit des Kommunismus in ganz Jugoslawien. In Bosnien und Herzegowina wurde mit 63 % Wahlbeteiligung mit 99,4 % für eine staatliche Souveränität gestimmt. Das Land erklärte 1992 den Austritt aus Jugoslawien, sodass es seitdem eine unabhängige Republik ist. Die Republik hat nahezu die gleichen Grenzen, wie die, die das Okkupationsgebiet Bosnien und Herzegowina 1878 erhielt. Erst einen Monat später erfolgte die internationale Anerkennung. Schließlich kam es zum Krieg zwischen Kroatien, Serbien und Bosnien, der ganze drei Jahre anhielt. Am Schluss dieses Krieges wurde der Dayton-Vertrag, der am 14. Dezember 1995 in Paris unterzeichnet wurde, entwickelt. Dieser schuf die föderale Republik Bosnien und Herzegowina. Natürlich musste noch an den Folgen des Krieges gelitten werden, da die Auseinandersetzungen zwischen den Völkern immer noch anhielten. Vor allem aufgrund unterschiedlicher religiöser Ansichten kam es immer wieder zu Konflikten. Zwischen den bosnischen Normalbürgern bestehen mittlerweile zwar keine Streitereien, jedoch steckt das Land in einer politischen Krise. Dies liegt daran, dass in Bosnien ein Gesamtstaat zentralisiert werden möchte, in Kroatien ein neues Wahlrecht erfolgen soll und in Serbien eine weitere Dezentralisierung des Staates gefördert wird.